Siegeln sei Dank – zertifizierte Nachhaltigkeit

Seit 2020 haben wir zusätzlich zu unseren Hygienepapieren aus Bambus auch Pflege- und Haushaltsprodukte anderer Marken im Sortiment. Dadurch hat sich ein kleiner Dschungel aus Nachhaltigkeitssiegeln ergeben, durch den wir dich gerne führen möchten. Allein in Deutschland existieren nämlich circa 1.000 verschiedene Kennzeichen, um die ökologische und soziale Nachhaltigkeit von Produkten oder Firmen zu garantieren. Für den Konsumenten ist es natürlich unmöglich, all diese Siegel zu kennen und zu verstehen. Darum möchten wir kurz und knapp jedes Siegel, das du in unserem Shop finden kannst, erklären. Schließlich ist Siegel  nicht gleich Siegel. Die unabhängige Prüfung von Dritten und somit Glaubwürdigkeit der verschiedenen Siegel unterscheidet sich teilweise stark. Wir möchten allerdings auch darauf hinweisen, dass ein Produkt auch ohne Zertifikat nachhaltig sein kann. So eine Zertifizierung ist mit erheblichen Kosten verbunden und gerade für Start-Ups nicht immer von Beginn an tragbar.

Wälder sind für unser aller Leben unabdingbar. Sie regulieren maßgeblich unser Klima. Trotzdem werden jährlich mehr als 11 Millionen Hektar Tropenwälder vernichtet. Zum Glück gibt es Organisationen, die sich Tag für Tag für den Erhalt unserer Wälder einsetzen.

FSC®

Wie viele von euch mit Sicherheit schon auf unseren Smooth Panda Produkten entdeckt haben, ist der für unsere Hygienepapiere verwendete Bambus mit dem FSC®-Zertifikat „100% Bambus aus vorbildlich bewirtschafteten Wäldern“ (FSC® C106855) ausgestattet. FSC® steht für „Forest Stewardship Council®“, also zu deutsch „Forstverwaltungsrat“ und ist eine international tätige, unabhängige Organisation mit der Mission, eine umweltgerechte, sozialverträgliche und wirtschaftlich tragfähige Bewirtschaftung der Wälder der gesamten Welt zu fördern. Um dies zu gewährleisten, stellt der FSC® ein System zur freiwilligen Akkreditierung und unabhängigen Zertifizierung bereit. Betriebe, die ein sogenanntes FSC®-Zertifikat erhalten wollen, müssen die vom FSC® aufgestellten Prinzipien und Kriterien erfüllen. Das Bundesumweltamt stuft das FSC®-Siegel übrigens als “sehr empfehlenswert” ein!

Auch das Anbaugebiet von unserem Bambus darf sich als vorbildlich bewirtschafteter Wald bezeichnen. Konkret heißt das, dass unser Partner in China unter anderem das soziale und wirtschaftliche Wohlergehen der Arbeitnehmer erhält oder verbessert. Das bedeutet zum Beispiel, die Gleichheit der Geschlechter zu fördern oder die Mindestlöhne der Forstindustrie am Standort zu übertreffen. Im wirtschaftlichen Bereich der FSC®Prinzipien muss unser Partner unter anderem dafür sorgen, dass die verschiedenen Produkte und Dienstleistungen langfristig rentabel bleiben, damit das Spektrum der ökologischen und sozialen Vorteile auch aufrechterhalten werden kann. Besonders wichtig ist dem FSC® natürlich auch der Umweltschutz, auf den ein besonderes Augenmerk gelegt wird. Es gilt, seltene und bedrohte Arten und ihre Lebensräume durch Schutzzonen oder Schutzgebiete zu erhalten. Regelmäßige Prüfungen der zertifizierten Betriebe sollen sicherstellen, dass die Kriterien des FSC® stets eingehalten werden.

Neben den Smooth Panda-Bambusprodukten sind auch die Memo Spülbürsten und Spülbürstenköpfe FSC®-zertifiziert.

PEFC

Ein weiteres Siegel, welches dir Holz- und Papierprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern garantiert, ist das PEFC-Siegel. PEFC steht für „Programme for Endorsement of Forest Certification Schemes”, übersetzt: Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen, und bezeichnet sich selbst als weltweit agierender „Wald-TÜV“.  Auch PEFC verfolgt ein ganzheitliches Nachhaltigkeitskonzept, indem sowohl strenge ökologische und soziale Standards als auch die Wirtschaftlichkeit betrachtet werden. Ein unabhängiges Zertifizierungssystem garantiert beispielsweise, dass nicht mehr Holz geschlagen wird als nachwächst, der Wald ein sicherer Lebensraum für Tiere und Pflanzen bleibt, die Arbeitssicherheit eingehalten wird und auch Rechte im Wald lebender Naturvölker gesichert werden. Jährlich überprüft eine unabhängige Zertifizierungsstelle die Einhaltung der PEFC-Standards – vom Rohstoff bis zum Endprodukt! Wusstest du, dass bereits zwei Drittel des Deutschen Waldbestandes PEFC-zertifiziert sind?

Die Begriffe “Naturkosmetik”, “bio”, “natürlich” und “öko” sind – anders als bei Lebensmitteln – keine gesetzlich geschützten Begriffe, wenn es um Kosmetika geht. Es gibt allerdings verschiedene Siegel, die die Verwendung von natürlichen und oft auch biologischen Inhaltsstoffen bei Kosmetikartikeln garantieren. Wir stellen dir gerne die Siegel vor, die du bei uns im Shop finden kannst! Echte Naturkosmetik ist frei von synthetischen Stoffen, ohne Gentechnik und auch ohne Tierversuche entwickelt. Es dürfen, wie der Name schon sagt, nur Rohstoffe natürlichen Ursprungs verwendet werden. Auch muss das Produkt umwelt-  und ressourcenschonend hergestellt worden sein, eine gute Abbaubarkeit, sowie den sparsamen Einsatz recycelbarer Verpackungen vorweisen.

NATRUE

Die international agierende Non-Profit-Organisation steht für eine transparente und unabhängige Zertifizierung. Die Organisation wünscht sich eine offizielle Definition für Bio- und Naturkosmetikprodukte zum Wohl der Verbraucher*innen. Gegründet wurde NATRUE von sechs Naturkosmetikunternehmen mit dem Ziel, die reine Natur- und Biokosmetikbranche vor Greenwashing zu schützen. Seit 2008 kennzeichnet das NATRUE-Siegel Produkte, die den strengen NATRUE-Standard erfüllen. NATRUE unterteilt seine Kennzeichnungen in drei verschiedene Kategorien: Naturkosmetik, Naturkosmetik mit Bioanteil (mindestens 70 Prozent) und Biokosmetik mit mindestens 95 Prozent bio. Grundsätzlichen dürfen nur natürliche, naturnahe und naturidentische Stoffe genutzt werden. Das schließt u. a. Mineralöle und synthetische Duft- sowie Konservierungsstoffe automatisch aus. Die Verwendung von durch chemische Reaktionen gewonnenen naturnahen Stoffen, sowie von im Labor geschaffenen naturidentischen Stoffe unterliegt strengen Richtlinien und ist auf einen geringen Anteil beschränkt. Tierversuche sind nicht gestattet, während Rohstoffe lebender Wirbeltiere, sowie lebender und toter Insekten erlaubt sind. Auch an die Verpackung der zertifizierten Produkte stellt NATRUE bestimmte Anforderungen. Beispielsweise muss der Verpackungsaufwand so gering wie möglich gehalten werden und das Material möglichst aus wiederverwertbaren und nachwachsen Rohstoffen bestehen. Auch interessant: NATRUE erlaubt es nicht, lediglich einzelne Produkte einer Marke zu zertifizieren. Mindestens 75% aller Einzelprodukte derselben Marke müssen NATRUE-zertifiziert sein. Eine schöne Regel, um Greenwashing vorzubeugen und Authentizität zu wahren.

Welches Produkt bei uns im Shop trägt das NATRUE-Siegel? Zum Beispiel die Deo-Sticks von Ben&Anna.

BDIH

Der Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen, kurz BDIH, ist eine gemeinnützige Organisation und vertritt unter anderem die Interessen von Kosmetikherstellern. Das BDIH-Prüfzeichen kennzeichnet “echte Naturkosmetik” mit dem Ziel, Verbrauchertäuschung zu vermeiden. Seit 2001 prüfen unabhängige Kontrollinstitute angemeldete Produkte auf ihre Inhaltsstoffe und Zusammensetzung. Synthetische Farb- und Duftstoffe, Silikone, Paraffine und andere Erdölprodukte wirst du in BDIH-zertifizierten Produkten niemals finden. Auch Tierversuche sind gänzlich verboten. Von Tieren produzierte Stoffe, wie Honig, dürfen verwendet werden; Rohstoffe toter Wirbeltiere, z. B. Fette, sind nicht erlaubt. Die Verwendung von Bio-Rohstoffen wird allerdings nicht vorausgesetzt. Es gibt lediglich eine Liste von Rohstoffen, die in Bioqualität genutzt werden müssen.

COSMOS

Zusammen mit vier weiteren europäischen, nationalen Naturkosmetiksiegeln hat der BDIH den gemeinsamen und internationalen Naturkosmetikstandard COSMOS entwickelt, um Verbrauchern eine vertrauensvolle Garantie für Bio- und Naturkosmetik geben zu können. Die Verwaltung übernimmt der gemeinnützige und unabhängige Verband AISBL in Brüssel. Unterschieden wird  auch hier nach Naturkosmetik, gekennzeichnet durch “COSMOS Natural”, und Bio-Kosmetik bei der mindestens 95 Prozent der pflanzlichen und tierischen Rohstoffe in Bioqualität sein müssen, sichtbar als “COSMOS Organic”. Tierische Inhaltsstoffe sind nur dann erlaubt, wenn sie von Tieren produziert wurden (z. B. Milch), aber nicht Teil der Tiere sind (z. B. Fette) und somit nicht den Tod des Lebewesens verursachen. Tierversuche sind untersagt. Die Verpackung COSMOS-zertifizierter Produkte muss möglichst gering ausfallen, nach Möglichkeit wiederverwendbar sowie recycelbar sein, und aus bereits recyceltem Material bestehen. Hervorzuheben: COSMOS handelt nach dem Vorsorgeprinzip. Das heißt, sobald wissenschaftliche Hinweise vorliegen, das ein Rohstoff, eine Technologie oder ein Prozess gesundheitliche oder ökologische Risiken bringt, werden diese nicht zugelassen. So sinnvoll das Vorsorgeprinzip klingt, leider wird es in der Weltwirtschaft nicht flächendeckend eingesetzt.

Die feste Gesichtscreme von Lamazuna ist stolze Trägerin des COSMOS Organic-Siegels und die Gesichtsseifen von Klar Seifen dürfen sich mit dem COSMOS Natural-Siegel schmücken.

ICADA

Der internationale Kosmetikverband ICADA e. V. bezeichnet sich selbst als “Premium Qualitätslabel für Biokosmetik und Naturkosmetik”. Das Doppelkontrollsystem schafft Vertrauen. Nicht ICADA als Richtlinien-Geber, sondern ein unabhängiger Zertifizierer überprüft die Konformität zum Siegel. Sobald ein Produkt die Prüfung des Zertifizierers bestanden hat, vergibt ICADA das Label. Auch wirbt ICADA mit der kürzesten Positivliste – das heißt, es sind nur wenige Zusatzstoffe erlaubt – und ist daher noch grüner und naturnaher als vergleichbare Siegel. Bei ICADA gibt es keine verschiedenen Klassen oder Kategorien. Alle ICADA-zertifizierten Produkte tragen das selbe Siegel und sind, sofern möglich, verpflichtend aus Rohstoffen biologischen Anbaus. Tierversuche und der Einsatz von Rohstoffen aus toten Wirbeltieren (z. B. Fette) sind untersagt; Stoffe von lebenden Tieren (z. B. Honig) dürfen genutzt werden. Interessant: Besonders günstige Produkte und Discounter-Marken werden aus Prinzip nicht von ICADA zertifiziert. Das Zertifikat hat einem Premiumanspruch und ist authetischen Naturkosmetik-Marken vorbehalten. So werden große Trittbrettfahrer ausgeschlossen und kleine Marken gestärkt.

Du möchtest ein ICADA-zertifiziertes Produkt? Wie wäre es dann mit der Duschseife von Hydrophil oder dem Deo-Stick von Ben&Anna?

NCS

Die Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsethik, kurz GfaW, ist ein weiterer Standardgeber für Produktzertifizierung im Bereich Nachhaltigkeit. Die GfaW erarbeitet also strenge Kriterien, die ein Produkt oder ein Unternehmen erfüllen muss, um das Natural Cosmetics Standard (NCS), das Nature Care Produkt (NCP) oder Certified Sustainable Economics (CSE)-Siegel zu erhalten.

Die Handseife von Sodasan und der Sonnencreme-Stick von We love the planet wurde mit dem NCS-Siegel für Naturkosmetik ausgezeichnet und dienen somit dem Schutz des Menschen, der Umwelt, als auch der Tiere.

Wenn du ein Produkt mit dem NCS-Label in Händen hältst, kannst du sicher sein, dass kein Mikroplastik, sowie keine Parabene und Silikone enthalten sind, das Produkt tierversuchsfrei ist, nur natürliche Duftstoffe verwendet wurden und die Verpackung umweltfreundlich ist. Produkte können auch den Zusatz “Organic Quality” und “Vegan” bekommen, sofern sie aus biologischen Rohstoffen und frei von tierischen Inhaltsstoffen sind.

Zu aller erst sei gesagt: alle, wirklich alle Produkte unseres Shops sind frei von tierischen Inhaltsstoffen und Tierversuchen! Unsere Beweggründe und Gedanken dazu kannst du hier genauer nachlesen. Da es in Deutschland jedoch noch keine verbindliche Definition des Begriffs “vegan” gibt, haben einige Marken sich diese Tierliebe von unabhängigen Prüfstellen zertifizieren lassen. So ist für Verbraucher schnell und sicher ersichtlich, ob das Produkt den eigenen Wertevorstellungen entspricht.

The Vegan Society

1944 hat The Vegan Society das Wort “vegan” ins Leben gerufen und gleichzeitig das erste und somit älteste Vegan-Markenzeichen erschaffen. Produkte, die das Vegan-Label der Vegan Society tragen, sind garantiert frei von tierischen Inhaltsstoffen. Es unterscheidet nicht nach lebenden oder toten Tieren und ebenfalls nicht nach Wirbeltieren oder wirbellosen Tieren, wie es die Naturkosmetik-Standards tun. Auch Tierversuche in der Entwicklung und Herstellung fertiger Produkte, sowie an ihren einzelnen Inhaltsstoffen sind untersagt. Tierliebhaber*innen sind beim Kauf von Produkten, die bei der Vegan Society registriert sind, also immer auf der sicheren Seite!

Die Handseifen von Sodasan und die Periodenprodukte von Masmi tragen beispielsweise diese Markenzeichen der Vegan Society und sind somit offiziell auf ihre Freiheit von tierischen Inhalten und Tierversuchen geprüft worden.

Leider dürfen wir das Logo aus Lizenzgründen nicht zeigen. Mit einem Klick auf den Button kannst du mehr über The Vegan Society erfahren und das Markenzeichen ansehen.

Das V-Label

Seit 1996 international bekannt und anerkannt ist das V-Label – eine geschützte Marke, um vegetarische und vegane Produkte zu kennzeichnen. Vergeben wird es in Deutschland von ProVeg Deutschland e. V. Für Verbraucher*innen ist Dank des V-Labels schnell ersichtlich, ob keinerlei tierische (erkenntlich durch den Zusatz “VEGAN”) oder lediglich von Tieren produzierte Stoffe (zu erkennen durch den Begriff “VEGETARISCH” unterhalb des Siegels) verarbeitet wurden. Produkte, die das V-Label tragen, müssen strenge Kriterien erfüllen. Es werden jährlich sogenannte Audits – Produktkontrollen am Produktionsstandort – ausgeführt. Genetisch veränderte Organismen dürfen nicht verwendet werden. Auch Tierversuche am Endprodukt sind verboten. Und natürlich werden die Inhalts- und Hilfsstoffe strengstens von einer unabhängigen Kontrollstelle überprüft. Hierbei werden alle Produktions- und Verarbeitungsstufen berücksichtigt.

Sowohl das feste Shampoo als auch die feste Spülseife von hello simple sind V-Label lizenziert.

PETA Approved

Unter dem Motto “Beauty without Bunnies”, also “Schönheit ohne Häschen”, zeichnet die Tierrechtsorganisation PETA Kosmetik-, Pflegeprodukte und Haushaltsreiniger mit den Labels “PETA Approved Global Animal Test Policy” oder “PETA Approved Vegan Global Animal Test Policy” aus. Kaninchen, Mäuse und viele andere Lebewesen danken, denn alle Produkte, die dieses Label tragen, sind frei von jeglichen Tierversuchen – egal ob Rohstoffe, Rezepturen oder fertige Produkte – und im besten Fall auch ohne tierische Inhaltsstoffe. Das finden wir super: PETA vergibt diese Siegel ausschließlich an Marken, die weltweit auf Versuche an Tieren verzichten. So können nicht einzelne tierfreundliche Produkte einer Marke zertifiziert werden, während andere Produkte Tieren Leid zufügen. Außerdem müssen die Marken versichern, auch zukünftig tierversuchsfrei zu bleiben.

Die Trockenshampoo von puremetics, die feste Spülseife und das feste Shampoo von hello simple dürfen unter anderem das PETA PETA Approved Vegan Global Animal Test Policy-Siegel tragen.

Leider dürfen wir das Logo aus Lizenzgründen nicht zeigen. Mit einem Klick auf den Button kannst du mehr über das Beauty without Bunnies Program von PETA erfahren und die Logos sehen.

Leaping Bunny

Das Tierschutzlabel wurde 1996 gemeinsam von verschiedenen Tierschutzorganisationen ins Leben gerufen. Acht nationale Organisationen schlossen sich zur Coalition for Consumer Information on Cosmetics, kurz CCIC, zusammen, entwickelten einen umfangreichen Standard und das Leaping Bunny-Logo. Es garantiert, dass weder fertige Rezepturen, noch einzelne Inhaltsstoffe an Tieren getestet wurden. So wurde es Konsumenten leichter gemacht, echte tierfreundliche Produkte zu finden. Der Corporate Standard of Compassion for Animals beinhaltet in Kurzfassung, dass Marken, die das Leaping Bunny Logo nutzen möchten, Tierversuche aus allen Schritten ihrer Produktentwicklung streichen. Sowohl die Rohstofflieferanten als auch die Marken selbst müssen Tierversuchsfreiheit zusichern. Auch müssen die Firmen unabhängige Prüfungen zulassen. Wichtig: Produkte, die das Leaping Bunny-Logo tragen, sind nicht automatisch auch vegan. Leaping Bunny sieht sich nicht in der Pflicht die Inhaltsstoffe zu überprüfen, da der Kunde selbst die Liste der Inhaltsstoffe lesen kann. Die CCIC möchte nur auf die sonst auf dem Produkten unsichtbare Tierversuchfreiheit hinweisen.

Du möchtest ein Leaping Bunny-zertifiziertes Produkt in deinem Zuhause willkommen heißen? Dann empfehlen wir dir die feste Duschseife von Dr. Bronner’s.

Ein kleiner Hinweis: Auch wenn die europäische Kosmetikverordnung den Verkauf von an Tieren getesteten Produkten ohnehin seit März 2013 verbietet, sind Label wie Leaping Bunny und PETA cruelty free in Deutschland jedoch nicht überflüssig. Es gibt nämlich Ausnahmen: Zum Beispiel, wenn ein Rohstoff nicht ausschließlich in der Kosmetik zum Einsatz kommt.

Nicht selbstverständlich, aber einige Marken, die du bei uns im Shop finden kannst, nutzen für die Herstellung ihrer Produkte Rohstoffe aus fairem Handel und haben sich entsprechend zertifizieren lassen.

Fairtrade

Fairtrade International hat es sich zum Ziel gemacht, den globalen Handel sozialer zu gestalten, indem bessere Preise für Kleinbauern und menschenwürdige Arbeitsbedingungen auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern gefördert werden. Ein Mindestpreis für Bananen, Kakao und Co. stellen sicher, dass die Bauern und Bäuerinnen stets gewinnbringend produzieren. Die Zahlung einer zusätzlichen Fairtrade-Prämie fließt in Gemeinschaftsprojekte von Fairtrade-Kooperativen. Diese Kooperativen entscheiden, in welche Projekte die Prämie fließen soll. Darüber hinaus müssen die Fairtrade-Standards bezüglich Umweltschutz und Arbeitsbedingungen eingehalten werden. Dazu gehören unter anderem geregelte Arbeitszeiten und eine umweltschonende Landwirtschaft. Das unabhängige Zertifizierungsunternehmen FLOCERT überprüft die Einhaltung der Fairtrade-Standards, sowie die Zahlung des Mindestpreises und der Prämie vor Ort.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung stuft die Glaubwürdigkeit und die Sozialverträglichkeit des Fairtrade-Siegels als besonders hoch ein. Für die Herstellung der Fair Squared Handcreme wird Fairtrade-zertifiziertes Oliven- und Mandelöl verwendet. Sie ist das einzige Produkt mit Fairtrade-zertifizierten Zutaten im Smooth Panda Online Shop.

Fair For Life

Fairness hat keine Grenzen. Diesem Motto folgend wird das Fair for Life-Siegel vergeben, welches Produkte kennzeichnet, die auf fairem Handel und sozialen sowie ökologisch verantwortungsvollen Wertschöpfungsketten beruhen. Das Siegel wird von ECOCERT vergeben. Die ECOCERT Gruppe wurde 1991 gegründet, um Unternehmen und Organisationen bei der Implementierung nachhaltiger Praktiken durch Zertifizierung, Beratung und Training zu unterstützen. Die Standards: Einhaltung von Menschenrechten, faire Arbeitsbedingungen, sowie gesunde Ökosysteme durch Biodiversität und ökologische Anbauweise. Zudem müssen langfristige Handelsbeziehungen mit fairen Preisen gepflegt und eine Fair Trade Prämie für Gemeinschaftsprojekte an die Produzentenorganisation gezahlt werden. Dadurch erhalten auch die kleinsten Bauern faire Preise und viele Arbeiter erfreuen sich einem sicheren und guten Arbeitsplatz. Hervorzuheben: Das Fair-For-Life-Siegel erhalten nur Produkte, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette den sozialen und ökologischen Ansprüchen des Programms entsprechen.

Unsere feste Duschseife von Dr. Bronner’s entsteht unter den Fair For Life-Standards und darf das Siegel tragen.

Plastik stehen wir sehr kritisch gegenüber. Nicht umsonst haben wir unsere Bambus-Hygienepapiere von Beginn an in Papier verpackt. Mehr dazu kannst du hier lesen. Wie so vieles können Marken sich mittlerweile auch ihren Verzicht auf Kunststoffe zertifizieren lassen.

Flustix

Das Flustix-Siegel prüft Waren und Verpackungen auf deren Plastikgehalt und ist im Vergleich zu vielen anderen Nachhaltigkeitssiegeln noch sehr jung. 2016 wurde die Flustix-Initiative in Berlin gegründet. Fast sechs Millionen Tonnen Plastikmüll produzieren deutsche Haushalte – jedes Jahr! Flustix’ Ziel ist es, eben diesen bei Verbrauchern anfallenden Plastikmüll zu reduzieren. Unter dem Begriff “plastikfrei” wird der Verzicht auf jegliche Kunststoffe verstanden. Auch Flustix ist eine unabhängige und damit sehr vertrauenswürdige Organisation.

Bisher tragen nur die Reinigungstabs von BioBaula das Flustix-Prüfsiegel. Da es sich hier aber auch noch um ein eher junges und unbekanntes Siegel handelt, kommen sicherlich bald weitere plastikfrei-zertifizierte Produkte hinzu!

Quellen:

Deutscher Bundestag, 2015, Chancen und Kriterien eines allgemeinen Nachhaltigkeitssiegels
Verbraucherzentrale, 2020, Kosmetiksiegel
Umweltbundesamt, 2020, FSC®
FSC®, 2020, Über den FSC®
FSC®, 2018, Prinzipien und Kriterien
PEFC, 2020, Startseite
PEFC, 2020, Hintergrund und Ziele
PEFC, 2020, Garantierte Nachhaltigkeit
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, 2020, Naturkosmetik
NATRUE, 2020, Über uns
NATRUE, 2019, Anforderungen an Natur- und Biokosmetika
BDIH, 2020, Verbandsarbeit
BDIH, 2020, Richtlinien
COSMOS, 2020, COSMOS-standard
ICADA, 2020, Warum ICADA?
ICADA, 2020, FAQs
GfaW, 2020, Startseite
GfaW, 2020, NCS für Unternehmen
GfaW, 2020, NCS für Verbraucher
The Vegan Society, 2020, Vegan Trademark Standards
V-Label, 2019, das V-Label
PETA, 2020, What is Beauty Without Bunnies?
PETA, 2019, New Beauty Without Bunnies Logo
Siegelklarheit, 2020, ProVeg
Leaping Bunny, 2014, About
Leaping Bunny, 2914, FAQ
Fairtrade Deutschland, 2020, Fairtrade Siegel
Fairtrade Deutschland, 2020, Fairtrade Mindestpreis
Fairtrade Deutschland, 2020, Fairtrade Standards
Fairtrade Deutschland, 2020, Zertifizierung und Kontrolle
Siegelklarheit, 2020, Fairtrade
Fair For Life, 2020, About
Siegelklarheit, 2020, Fair For Life
Flustix, 2019, Startseite
Flustix, 2019, FAQ’s
Flustix, 2019, Begriffsbestimmung “plastikfrei”